Erste Hilfe bei Kolik

Ohrenarbeit aus der Tellington-Methode bringt den Kreislauf bei Koliksymptomen wieder in Schwung.
Ohrenarbeit kann Koliksymptome lindern und den Kreislauf wieder in Schwung bringen.

Wenn ein Pferd Kolik-Symptome zeigt, schrillen bei jedem Pferdebesitzer die Alarmglocken. Eine unbehandelte Kolik kann tödlich sein!

 

Bei diesen Symptomen solltest du so schnell wie möglich den Tierarzt alarmieren, denn es könnte sich um eine Kolik handeln:

 

  • Das Pferd ist unruhig.
  • Es scharrt mit den Hufen oder schlägt sich mit den Hinterbeinen gegen den Bauch, dreht sich mit dem Kopf mehrmals zum Bauch um.
  • Legt sich mehrmals hin und wälzt sich.
  • Es atmet stoßweise und flach.
  • Das Pferd frisst und trinkt seit längerer Zeit nicht mehr und äpfelt nicht ab.
  • Bei sehr starken Schmerzen ist die Bauchmuskulatur verkrampft, das Pferd macht einen "Katzenbuckel".


 

Die Wartezeit, bis der Tierarzt kommt - auch wenn es nur wenige Minuten sind -, kommen einem besorgten Pferdebesitzer wie Stunden vor.

Um die Wartezeit zu überbrücken und deinem Pferd Erleichterung zu verschaffen, stehen dir folgende Möglichkeiten aus der Tellington-Methode und Jin Shin Jyutsu (Strömen; Harmonisierung von Körper, Geist und Seele) zur Verfügung:

 

  • Ohrenarbeit (siehe Bild): Kreise die Ohren am Ohransatz sanft und streiche sie dann energisch bis zur Ohrenspitze mit angenehmem Druck aus. Mache das ganze energisch und flott: Aufgrund der vielen Akupressurpunkte im Ohr bringst du damit den Kreislauf deines Pferdes wieder in Schwung.
    Aber Achtung: Mach die Ohrenarbeit nicht zu langsam, sonst erreichst du das Gegenteil!

  • Bauchheber: Besorg dir ein langes, großes Badehandtuch. Lege es auf ca. 10 bis 15 cm Breite zusammen. Dann bitte eine Freundin sich dir gegenüber auf die andere Seite des Pferdes zu stellen. Nun macht ihr Bauchheber: Mithilfe des Handtuchs hebt ihr vorsichtig den Bauch des Pferdes an (minimal!) und zählt dabei bis 5. Dann zählt ihr von 10 auf 0 und lässt in dieser Zeit die aufgebaute Spannung am Handtuch wieder langsam weniger werden. So arbeitet euch den ganzen Bauch entlang: Vorsicht, falls das Pferd starke Schmerzen hat, könnte es nach euch schlagen! Deshalb sehr, sehr vorsichtig dabei arbeiten!
    Der Bauchheber aus der Tellington-Arbeit hilft, die verkrampfte Bauchmuskulatur zu lösen und entspannt sie.

  • Lecken der Kuhzunge: Bei diesem Touch spreizt du deine Finger leicht und legst sie an der Bauchlinie an. Dann streichst du - aus deinem Körper heraus - Richtung Rücken. Auf Höhe Mitte Bauch drehst du deine Hand, sodass deine Finger nun nach oben Richtung Wirbelsäule schauen. Dann streichst du weiter bis zum Rücken hoch. Wiederhole diese Sequenz von vorn in der Gurtlage/Widerrist bis nach hinten kurz vor dem Schlauch/Euter. Eine schöne, anschauliche Fotosequenz zum Lecken der Kuhzunge findet ihr auf der Homepage der Animal Ambassadors.

  • Du kannst mit Jin Shin Jyutsu während der Wartezeit deinem Pferd auch Erleichterung verschaffen, indem du ihm hilfst, sich selbst zu helfen. Ein rascher "Kolik-Strömgriff" ist das gleichseitige und gleichzeitige Halten der Sicherheitsenergieschlösser 1 und 2 (siehe Abbildung 1, 2 und 3 in der Bildergalerie unten). Halte die 1 und 2 auf beiden Seiten mindestens 10 Minuten. Das bringt Erleichterung, wenn das Pferd starke Bauchschmerzen hat.

 

Sollte dein Pferd doch einmal Koliksymptome habe, weißt du nun, wie du deine Nerven und dein Pferd beruhigst und ihm rasche Erleichterung verschaffen kannst.

Erste Hilfe bei Kolik ist wichtig!

 

Falls du mehr über die gesundheitsfördernden Effekte der Tellington-Arbeit wissen willst, kannst du mich gerne kontaktieren unter meiner Mailadresse info@reiten-mit-vertrauen.com oder einfach anrufen und Termin vereinbaren: 0660 52 62 923.

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Kommentare: 1
  • #1

    Jojo (Mittwoch, 18 November 2015 12:27)

    Ich finde es gut, das du so was machst. Ich glaube, sowas sollte jeder Reiter wissen